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Lymphdrainage: was der Sessel kann und was nicht

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Behandlung durch einen Therapeuten, kein Sesselprogramm. Ein Massagesessel kann eine ähnliche Bewegungsrichtung nachbilden, ersetzt sie aber nicht. Der Unterschied ist wichtig, wenn Sie ein diagnostiziertes Lymphödem haben. Was das Lymphsystem tut Die Blutgefäße versorgen das...

Michael Roedeske

Michael Roedeske

Inhaber der Massagesessel Welt

Zuletzt aktualisiert:

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Behandlung durch einen Therapeuten, kein Sesselprogramm. Ein Massagesessel kann eine ähnliche Bewegungsrichtung nachbilden, ersetzt sie aber nicht. Der Unterschied ist wichtig, wenn Sie ein diagnostiziertes Lymphödem haben.

Was das Lymphsystem tut

Die Blutgefäße versorgen das Gewebe, die Lymphgefäße entsorgen die Flüssigkeit, die dabei anfällt. Sind die Lymphbahnen gestört, staut sich diese Flüssigkeit und es entstehen Schwellungen, medizinisch Ödem genannt. Häufige Auslöser sind Operationen, Verletzungen und Gefäßerkrankungen.

Wie ein Therapeut arbeitet

Die manuelle Lymphdrainage arbeitet mit sehr leichtem Druck, kreisenden Griffen und einer festen Reihenfolge: erst werden die Abflusswege am Hals und Rumpf freigemacht, dann die betroffene Gliedmaße von körpernah nach körperfern bearbeitet. Der Druck liegt weit unter dem einer klassischen Massage; zu viel Kraft drückt die Gefäße zusammen, statt sie zu entleeren.

Was der Sessel davon nachbildet

Die Luftkissen an Waden und Füßen füllen sich nacheinander von unten nach oben und erzeugen damit eine Welle in Richtung Körpermitte. Für müde Beine nach einem langen Tag ist das angenehm und sinnvoll.

Bei einem diagnostizierten Lymphödem gehört die Behandlung aber in fachkundige Hände, und die Nutzung eines Sessels sollten Sie vorher ärztlich abklären.

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